Das Heilbad

Slowakisches Heilbad Piešťany AG

Die Geschichte des Heilbades und der Stadt sind eng miteinander verbunden. Die erste glaubwürdige Erwähnung von Piešťany als Heilbad stammt erst aus dem Jahr 1549 und befindet sich in der Schrift „De admirandis Hungariae aquis hypomnemation" (Über die wundersamen Wässer in Ungarn) von Juraj Wernher, herausgegeben in Basel.

Auf Ersuchen der Besitzer des Herrengutes Hlohovec, zu dem auch Piešťany gehörte, nahm Kaiser Leopold I. im Jahre 1682 die Ortschaften Piešťany und Banka unter seinen Schutz. Der Schutzbrief - Salva guardia (1682, ein gewisser Status des Heilbades und eines der ersten Dokumente über den Schutz eines Heilbades in Europa) befreite die Gemeinden von der Pflicht Soldaten Unterkunft zu gewähren und verbot die Requirierung von Pferden, Nutztieren, Lebensmitteln usw. für die kaiserliche Armee, was einen positiven Einfluss auf die Entwicklung des Heilbades hatte.

Im Laufe des 19. Jh. wirkte im Heilbad Piešťany der erste Balneologe, MUDr. František Ernest Scherer (1805 -1879), der Autor einer Monografie über das Heilbad. MUDr. Martin Marschall schrieb eine Dissertationsarbeit über das Heilbad Piešťany, die 1838 in der deutschen Sprache herausgegeben wurde. Auch MUDr. David Wachtel (1859) und viele andere schrieben zum Thema Heilbad.

Die primären natürlichen Heilquellen stellen im Heilbad Piešťany das schwefelhaltige Thermalwasser mit einer Temperatur von 67-69 oC (appliziert in Form von Bassin- und Wannenbäder) und der therapeutische schwefelhaltige Schlamm (appliziert in Form von Teil- oder Ganzkörperpackungen) dar.

Das Heilbad spezialisiert sich auf die Therapie von Krankheiten des Bewegungsapparates und der Nerven. Es gehört zu den bedeutendsten europäischen Heilbädern seiner Art und ist weltweit bekannt.