Auf die richtigen Frühlingsblumen muss man jedoch warten und sie in der Natur suchen. Zu den häufigsten und bekanntesten von ihnen gehört das zarte Schneeglöckchen. In den folgenden Zeilen werfen wir einen Blick auf einige dekorative Pflanzenarten, die auf den unweit liegenden Hügeln des Považský Inovec wachsen.
Ende März beginnt die Blütezeit der Großen Kuhschelle (Pulsatilla grandis). Ihre großen und auffälligen violetten Blüten bilden einen Kontrast zum trockenen Gras und dem abgeworfenen Herbstlaub. Es ist nicht möglich, sie zu übersehen. Sie wächst ebenfalls in einem von Touristen häufig besuchten Gebiet in der Nähe der Burg Tematín, im Naturschutzgebiet Tematiner Berge (Tematínske vrchy), auf den exponierten Hängen des Ihelník. Eine sehr bekannte Lokalität mit Vorkommen der Großen Kuhschelle ist das Naturschutzgebiet Sedliská bei Hlohovec, konkret das Teilgebiet Soroš. Dieses wurde in Vergangenheit durch das folgenschwere Verbrennen von Gras dezimiert. Die Tematiner Berge und die Lokalität Sedliská wurden in das Netz der geschützten Gebiete „Natura 2000“ (Gebiete von gesamteuropäischer Bedeutung) eingereiht. Kuhschellen wachsen auch bei den felsigen Anhöhen nahe der Ortschaft Bezovec und im Naturreservat Holé brehy, auf den Hängen unterhalb des Berges Úhrad. Trotz eines Verbotes graben Menschen die Kuhschelle oft aus und setzen sie in ihren Gärten ein.
Von Ende März bis Anfang Mai blüht das Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis). Der Name der Gattung – Adonis – war schon in der griechischen Mythologie bekannt. Die Schönheit und Farbe der Blüte sollen an den Geliebten der Göttin Aphrodite (Venus) erinnern, aus dessen Blut die Blume entstanden sein soll (einige Arten dieser Gattung haben rote Blüten). Die für gewöhnlich großen gelben Blüten zieren kalkige, warme Hänge und gegliederte Waldränder. Im Bereich des Považský Inovec ist das Adonisröschen vom südlichen Teil des Gebirges bis zu seinem Norden (Sedliská, Wiesen oberhalb der Ortschaft Jalšové, das Erholungsgebiet „Ahoj“ über der Ortschaft Banka, Tematíner Berge, Beckovské skalice und weitere Lokalitäten) verbreitet.
An halbschattigen Plätzen in dünn bewachsenen, lichtdurchfluteten Wäldern und in deren Randgebieten wächst das Große Windröschen (Anemone sylvestris). Diese Pflanze hat eine weiße, 3 bis 5 cm große Blüte. Sie blüht im April und Mai.
Alle drei erwähnten Arten gehören der Familie der Hahnenfußgewächse an und sind giftig. Die Große Kuhschelle und das Adonisröschen wurden auch in der Heilkunde verwendet.
Eine weitere Pflanze, die Ihnen auf ihren Streifzügen durch die Frühlingsnatur sicher nicht entgeht, ist das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris), aus der Familie der Orchideengewächse. Seine rosa-violetten bis purpurfarbenen Blütenstände, die schon von der Ferne sichtbar sind, erscheinen im Mai. Den bizarren Blütenbau sowie die Skala der Farbtöne sehen wir erst bei einer Betrachtung aus der Nähe. Alle erwähnten Arten – mit Ausnahme des Großen Windröschens – stehen bei uns unter Naturschutz.
Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, diesen Schönheiten zu begegnen!